Pressemitteilung 2020-11-24-2

Vogelsangbrücke: Der Verkehr kann wieder rollen

Die Sanierung der Vogelsangbrücke steht vor der Fertigstellung. Ab dem 2. Dezember stehen wieder sämtliche Fahrspuren und Verkehrsbeziehungen zur Verfügung. Damit ist die Nutzung der Brücke für die kommenden 20 Jahre gesichert.

Vogelsangbrücke vom Zollberg

Am Ende ging es schneller als gedacht: Die Arbeiten auf der Vogelsangbrücke stehen vor dem Abschluss. Am Montagnachmittag, dem 23. November, wurden wieder alle Fahrbeziehungen und Spuren freigegeben – mit Ausnahme des Linksabbiegers von der Pliensauvorstadt kommend auf die B 10, der voraussichtlich am Mittwoch, dem 2. Dezember, geöffnet wird. Die eigentliche Abnahme der Brücke erfolgt am Freitag, dem 4. Dezember. Im Rahmen eines Pressetermins mit Landesverkehrsminister Winfried Hermann wird die Brücke dann am 10. Dezember offiziell wiedereröffnet.

In den kommenden Tagen und Wochen werden noch kleinere Restarbeiten durchgeführt, unter anderem müssen noch Beleuchtung und Schilder montiert, Fußgängerampeln in Betrieb genommen und die Arbeiten unter der Brücke abgeschlossen werden. Vereinzelt kann es daher noch zu kurzfristigen Einschränkungen kommen, mit größeren Verkehrsbehinderungen ist aber nicht mehr zu rechnen.

Nutzung für wenigstens 20 Jahre gesichert
Durch die umfassende Sanierung ist die Nutzung Vogelsangbrücke für die kommenden 20 Jahre gesichert. Darüber hinaus wurde sie für den künftigen Mehrverkehr ertüchtigt, den der anstehende Ersatzneubau der Hanns-Martin-Schleyer-Brücke ab kommendem Jahr mit sich bringen wird. Durchgeführt wurden die Bauleistungen von einer Arbeitsgemeinschaft der regional ansässigen Baufirmen Firmen Ed. Züblin (Stuttgart) und Leonhard Weiss (Göppingen). Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rund 19 Mio. Euro. 5,9 Mio. Euro davon werden aus dem Infrastrukturfonds des Landes beigesteuert.

„Mit der Sanierung der Vogelsangbrücke haben wir einen wichtigen Schritt gemacht, um die Mobilität in der Region zu sichern. Angesichts der immensen Sanierungskosten ist und bleibt die Stadt Esslingen dabei auf die finanzielle Unterstützung des Landes angewiesen. Nur dank der großzügigen Förderung des Landes können wir die Sanierung unserer zentralen Verkehrsachsen stemmen und die Infrastruktur Esslingens zukunftsgerecht gestalten.“, so Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger mit Blick auf die gewaltigen Investitionen.

Es bestand die Gefahr von Spannungsrisskorrosion
Notwendig wurde die Sanierung durch die Gefahr von Spannungsrisskorrosion und Betonschäden aufgrund von Wassereinbrüchen. Auch die gestiegene Verkehrsbelastung in den vergangenen Jahren und der schwere LKW-Verkehr nagten am Zahn der Zeit der 1973 eingeweihten Stahlbetonbrücke.

In den vergangenen 21 Monaten wurde die Brücke daher abschnittsweise wieder in ihren Rohbauzustand zurückversetzt. Dann wurde der schadhafte Konstruktionsbeton ausgebessert und anschließend sämtliche Brückenausbauten wie Abdichtungen, Fahrbahnbeläge, Gehwege, Geländer, Beleuchtung, Ampeln, Entwässerungs-, Strom- und Nachrichtenleitungen sowie die Gas- und Wasserleitungen komplett erneuert. Verstärkt wurde die Brücke durch den Einbau von zusätzlichem Stahlbeton im Brückenhohlkasten, den Umbau einiger Brückenpfeiler, neue Brückenlager und den Einbau von Kohlefaserlamellen an der Unterseite der Brücke. Schließlich wurde in den besonders beanspruchten und gefährdeten Abschnitten der Brücke ein Überwachungssystem eingebaut, das künftig eine Ferndiagnose ermöglicht, um so Stabilität und Tragfähigkeit verlässlich zu gewährleisten.

Verkehrschaos blieb aus
Während der Bauarbeiten, die sich in drei Hauptbauphasen gliederten, mussten unterschiedliche Fahrspuren auf der Brücke und den Zu- und Abfahrtsrampen gesperrt werden. Betroffen waren hiervon täglich etwa 43.500 Fahrzeuge, die normalerweise über die Vogelsangbrücke rollen. Auch im Bereich unter der Brücke waren Einschränkungen unvermeidbar. Um die verkehrlichen Auswirkungen der Baustelle abzufedern, wurde die Sanierung von einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Verbesserung des Verkehrsflusses begleitet. Das Paket umfasste insgesamt 17 Bausteine zur Verkehrssteuerung, zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur sowie ergänzende Mobilitätsangebote.

Der Erste Bürgermeister Wilfried Wallbrecht zeigt sich mit dem Projektverlauf äußerst zufrieden: „Mit der Sanierung der Vogelsangbrücke haben wir ein überaus komplexes Projekt professionell abgewickelt. Die Arbeiten mussten an einer Hauptverkehrsachse unter laufendem Verkehr durchgeführt werden, es galt Schifffahrt und Bahnverkehr zu berücksichtigen. Dennoch ist das befürchtete Verkehrschaos ausgeblieben. Den ambitionierten Zeitplan haben wir dabei sogar unterschritten.“

(Erstellt am 24. November 2020)

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