Pressemitteilung 2020-07-15-4

Umfassendes Maßnahmenpaket zur Förderung des Esslinger Radverkehrs

Im Rahmen eines umfassenden Maßnahmenpakets sollen bis 2023 3,6 Mio. Euro in die Radinfrastruktur der Stadt Esslingen investiert werden. Dazu gehören Fahrradzonen, Fahrradstraßen, Schutzstreifen, Stellplätze und eine Mobilitätszentrale am alten ZOB.

Übersicht über 37 Projekte zur Verbesserung der Radinfrastruktur im Stadtgebietr Esslingengen

Die Stadt Esslingen hat ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Förderung des Radverkehrs auf den Weg gebracht. Bis 2023 sollen rund 3,6 Mio. Euro in 37 Einzelprojekte investiert werden. Die Finanzierung soll durch bis zu 1,4 Mio. Euro an Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg mitgetragen werden.
 
Der Mobilitätsausschuss des Esslinger Gemeinderats hat nun in seiner Sitzung am 15. Juli mehrheitlich die ersten beiden Stufen zum Ausbau der Radinfrastruktur beschlossen. Bis Ende 2021 werden zunächst 19 Einzelprojekte mit einem Volumen von 1,1 Mio. Euro realisiert. In einer dritten Ausbaustufe sollen dann 2022 und 2023 weitere 18 Projekte mit einem Umfang von 2,5 Mio. Euro folgen.
 
"Der Ausbau eines attraktiven Radverkehrsnetzes ist für das Gelingen der Mobilitätswende von entscheidender Bedeutung und ein wesentlicher Faktor, um die erzielten Erfolge bei der Luftreinhaltung auf Dauer zu sichern“, betonte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger. „Unsere klare Zielsetzung ist es, den Anteil des Radverkehrs, des ÖPNV und des Fußgängerverkehrs in Esslingen deutlich zu steigern. Wir arbeiten intensiv an einem modernen, urbanen Mobilitätsmix, der Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und vor allem die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger im Auge behält.“
 
Das nun beschlossene Maßnahmenpaket zur Stärkung des Radverkehrs ist breit aufgestellt. Der Erste Bürgermeister Wilfried Wallbrecht erläutert den ganzheitlichen Ansatz: „Die geplanten Projekte umfassen die Einrichtung und Aufwertung von Fahrradstraßen, sichere Überquerungen, zusätzliche Radabstellanlagen und eine Mobilitätszentrale am Bahnhof. Wir haben großen Wert darauf gelegt, das Radfahren in der Stadt nicht nur zweckmäßig, sondern auch sicher und komfortabel zu gestalten und das Rad so für alle Bevölkerungsgruppen zu einem attraktiven Verkehrsmittel zu machen.“

Fahrradzonen in Oberesslingen und Zell
Im Oktober wird östlich der Einmündung Breslauer Straße/Landhausstraße, zunächst versuchsweise für zwei Jahre, eine Fahrradzone eingerichtet. Die Fahrradzone umfasst zunächst die gesamte Gartenstadt sowie die Breslauer Straße und deren Nebenstraßen. 2021 soll dann eine weitere Fahrradzone in Zell ausgewiesen werden.
Durch die Einrichtung der Fahrradzone soll die Verkehrsbelastung des Stadtgebiets deutlich gesenkt werde. Positive Effekte werden auch für die angrenzenden Straßenzüge erwartet. Insbesondere die Schulwege für die Schülerinnen und Schüler in Oberesslingen werden so deutlich sicherer, aber auch die Anwohnerinnen und Anwohner profitieren von weniger Lärm und Abgasen.
Fahrradzonen sind Teil der novellierten Straßenverkehrsordnung vom Mai 2020. Analog zur Tempo 30-Zone weitet die Fahrradzone die Regeln der Fahrradstraße auf ganze Quartiere aus. Es darf also nicht schneller als 30 km/h gefahren werden, Fahrradfahrer genießen Vorrang und dürfen nebeneinander fahren.

Fahrradstraßen
Die Aufwertung der Fahrradstraße in der Hindenburgstraße mit zusätzlichen Markierungen, Schildern und Gehwegausbuchtungen für etwa 350.000 Euro wurde vom Gemeinderat bereits beschlossen und soll ab August umgesetzt werden. Bis 2023 soll diese Radfahrachse dann nach Osten bis zur Schorndorfer Straße verlängert und eine durchgängige,  verkehrsarme Radverbindung zwischen Oberesslingen und der Altstadt geschaffen werden.
Weitere Fahrradstraßen in der Weilstraße in der Pliensauvorstadt sowie in der Schenkenberg- und Rosenstraße in Mettingen sind in Planung uns sollen ebenfalls 2023 folgen.

Schutzstreifen
Ein enger Straßenraum lässt in vielen Fällen nur Schutzstreifen für den Radverkehr zu. Die Stadtverwaltung empfiehlt Schutzstreifen in der Hirschlandstraße, der Kennenburger Straße, der Ruiter Straße und der Talstraße. Zunächst werden die entsprechenden Pläne aber mit den betroffenen Bürgerausschüssen und den Radverbänden abgestimmt und nach der Sommerpause dem Mobilitätsauschuss zur Entscheidung vorgelegt.

Radständer
Bis 2021 sollen insgesamt etwa 150 neue Fahrradstellplätze geschaffen werden. Vor allem in der Altstadt werden Radständer aufgestellt, aber auch weitere Stadtteile profitieren von dem Projekt. Außerdem werden Radstellplätze bei der Neugestaltung von Straßen künftig mitberücksichtigt.

Mobilitätszentrale
Bereits Ende 2019 wurde der Kaufvertrag für das Gelände des alten ZOB unterschrieben und damit der Grundstein für die neue Mobilitätszentrale gelegt. Die Mobilitätszentrale umfasst gesicherte Radabstellboxen, Lademöglichkeiten für E-Bikes, eine Werkstatt und einen VVS- Infopoint. In Verbindung mit den Ladesäulen für Elektroautos im angrenzenden Parkhaus und den Angeboten im Bahnhof entsteht hier bis Anfang 2021 eine zentrale Anlaufstelle für die Bedürfnisse moderner, urbaner Mobilität.

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