Pressemitteilung 2019-02-04

Bauleistungen zur Instandsetzung der Vogelsangbrücke vergeben

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 4. Februar 2019 Bauleistungen über 15 Mio. Euro zur Instandsetzung und Ertüchtigung der Vogelsangbrücke an die Bieter- bzw. Arbeitsgemeinschaft der mittelständischen Baufirmen Firmen E. Züblin aus Stuttgart und Leonhard Weiss aus Göppingen vergeben.

Der Gemeinderat der Stadt Esslingen a.N. hat in seiner Sitzung am 4. Februar 2019 die Bauleistungen zur Instandsetzung und Ertüchtigung der Vogelsangbrücke an eine Bieter- bzw. Arbeitsgemeinschaft vergeben. Die Bieter- bzw. Arbeitsgemeinschaft besteht aus den regional ansässigen und mittelständischen Baufirmen Firmen E. Züblin aus Stuttgart und Leonhard Weiss aus Göppingen. Die Auftragssumme beträgt fast 15 Mio. Euro. Mit den Bauarbeiten soll bereits Mitte März 2019 begonnen werden und pünktlich zum Jahresende 2020 sollen die wesentlichen Arbeiten abgeschlossen sein. "Die umfassende Sanierung und Instandsetzung der Vogelsangbrücke ist zugleich die Voraussetzung dafür, dass die Brücke den zusätzlichen Verkehr aufnehmen kann, der in den Jahren ab 2021 durch den Abbruch und Neubau der Hanns-Martin-Schleyer-Brücke in Mettingen entsteht", unterstreicht Baubürgermeister Wilfried Wallbrecht.

Unter Berücksichtigung eines Risikopuffers werden die Projektgesamtkosten zur Zeit mit ca. 19,4 Mio. € veranschlagt. Für die Baukosten wurde im Rahmen der Verwaltungsvorschrift Kommunaler Sanierungsfonds Brücken im April 2018 ein Antrag auf Gewährung einer Zuwendung beim Regierungspräsidium Stuttgart gestellt. Mit Bescheid vom Dezember 2018 hat das Regierungspräsidium Stuttgart aus einem neuen Infrastrukturfonds des Landes eine Zuwendung in Höhe von ca. 5,9 Mio. € bewilligt. Für die Schaffung eines solchen Fonds beim Landesverkehrsministerium Ba-Wü hatten sich auf Initiative von Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger auch andere Kommunen sowie die Esslinger Landtagsabgeordneten eingesetzt.

Im Zuge der Instandsetzung wird die Brücke abschnittsweise wieder in ihren Rohbauzustand zurückgesetzt. Dann werden zuerst der schadhafte Konstruktionsbeton ausgebessert und anschließend werden sämtliche Brückenausbauten wie Abdichtungen, Fahrbahnbeläge, Gehwege, Geländer, Beleuchtung, Lichtsignalanlagen, Entwässerungs-, Strom- und Nachrichtenleitungen sowie die Gas- und Wasserleitungen der Stadtwerke Esslingen komplett erneuert. Verstärkt wird die Brücke durch den Einbau von zusätzlichem Stahlbeton im Brückenhohlkasten, den Umbau einiger Brückenpfeiler sowie Brückenlager und durch den abschnittsweisen Einbau von Kohlefaserlamellen an der Unterseite der Brücke. Schließlich wird in den besonders beanspruchten und gefährdeten Abschnitten der Brücken ein Überwachungssystem eingebaut, das zukünftig auch eine Ferndiagnose des Zustandes der Stabilität und Tragfähigkeit der Brücke erlaubt.

Während der Bauarbeiten, die in drei Hauptbauphasen gegliedert ist, müssen abwechselnd Fahrspuren auf der Brücke und den Zu- und Abfahrtsrampen entfallen bzw. eingeengt werden. Generell wird im Baustellenbereich Tempo 30 gelten. Betroffen sind hiervon ca. 43.500 Fahrzeuge, die zur Zeit täglich über die Vogelsangbrücke rollen. Auch im Bereich unter der Brücke, in der Ulmer und Vogelsang Straße und bei den unter der Brücke liegenden Parkplätzen, wird es zu Einschränkungen kommen. Jede Menge Nachtschichten werden erforderlich, da neben und über den Bahngleisen, jeweils nur wenige Stunden in den zugverkehrsarmen Nachtstunden gearbeitet werden darf.

Leider lassen sich gewisse verkehrliche Behinderungen während der Bauphase nicht vermeiden. Um so mehr baut die Stadt Esslingen darauf, dass der Verkehr nach Abschluss der Sanierungsarbeiten in den kommenden ca. 20 bis 25 Jahren ohne größeren Eingriff in die Bausubstanz über die Vogelsangbrücke rollt.

gez. Roland Karpentier
Pressereferent
für evtl. Rückfragen der Presse: Uwe Heinemann, Leiter Tiefbauamt, Tel. 0711 3512-2413

(Erstellt am 04. Februar 2019)

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