Pressemitteilung 2020-12-14

Pulverwiesenbrücke: Neubau ab Juni 2021

Der Esslinger Gemeinderat hat die Bau- und Ingenieurleistungen für den Ersatzneubau der Pulverwiesenbrücke vergeben. Abbruch und Neubau sollen von Juni 2021 bis März 2022 erfolgen.

Gewinner des Wettbewerblichen Dialogs

Der Esslinger Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 14. Dezember die Bau- und Ingenieurleistungen für den Ersatzneubau der Pulverwiesenbrücke an die Bietergemeinschaft Rommel Infrastrukturbau GmbH & Co. KG und die Konstruktionsgruppe Bauen AG aus Stuttgart vergeben. Die Bietergemeinschaft war mit einem Angebot über 2,23 Mio. Euro als Sieger aus dem Wettbewerblichen Dialog hervorgegangen, der im Vorfeld mit vier Bewerberteams durchgeführt wurde. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf etwa 2,6 Mio. geschätzt.

„Der Neubau der Pulverwiesenbrücke ist ein weiterer Meilenstein bei der Modernisierung unserer Infrastruktur. Die Brücke sichert Fahrzeugen, Radfahrenden und zu Fuß Gehenden den Zugang zum Landratsamt und zum Areal des Merkel’schen Parks und ist damit Beispiel einer modernen, urbanen Mobilität, die allen Verkehrsarten ihre Berechtigung zuspricht.“, so Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger.

Der Erste Bürgermeister Wilfried Wallbrecht stellt das außergewöhnliche Vergabeverfahren heraus: „Die Durchführung des Wettbewerblichen Dialogs hat uns eine schnelle und effiziente Vergabe der Bauleistungen ermöglicht. Mit der nun gewählten Lösung wird nicht nur der gesetzte Zeit- und Kostenrahmen eingehalten, sie eröffnet auch vielversprechende Optionen für die Führung des Rad- und Fußverkehrs. So können wir flexibel auf die ausstehende Wahl der Radschnellwegtrasse durch das Neckartal reagieren.“

Neubau von Juni 2021 – März 2022
Bereits im Januar 2021 wird mit der Ausführungs- und Genehmigungsplanung begonnen. Die eigentlichen Bauarbeiten starten dann im Juni mit dem Abbruch der Bestandsbrücke. Im direkten Anschluss folgt der Neubau, der bis März 2022 fertiggestellt werden soll. Damit ist die Brücke für den Neubau des Landratsamts, der mit den Entkernungsarbeiten im April 2022 beginnt, einsatzbereit und kann auch von schweren Baufahrzeugen genutzt werden. Während des Brückenneubaus wird eine Behelfsbrücke neben der jetzigen Trasse die Zugänglichkeit des Landratsamts und des Merkel’schen Parks gewährleisten.

Standsicherheit der alten Brücke gefährdet
Nachdem eine Bauwerksprüfung im Juli 2019 die Standsicherheit der bestehenden Pulverwiesenbrücke aufgrund von starken Rissen im Spannbeton gefährdet sah, hatte die Stadt umgehend reagiert. Dank tatkräftiger Unterstützung durch das THW wurde eine Behelfsbrücke in Rekordzeit über den Hammerkanal errichtet und so der Zugang zu Landratsamt, Villa Merkel und dem Kindergarten Färbertörlesweg weiterhin ermöglicht.

Da die 1964 errichtete Bestandsbrücke nicht zu retten ist, wurde anschließend unverzüglich mit den Planungen für einen Ersatzneubau begonnen. Unter anderem musste dabei der geplante Neubau des Landratsamts, der mögliche Trassenverlauf des künftigen Radschnellwegs, der Hochwasserschutz, die Feuerwehrzufahrt und die Anbindung an das bestehende Straßennetz berücksichtigt werden. Auch soll die neue Brücke nicht nur dem Kraftverkehr dienen, sondern ebenso das hohe Fuß- und Radverkehrsaufkommen über den Hammerkanal berücksichtigen.