Pressemitteilung 2020-10-13

Hanns-Martin-Schleyer-Brücke: Das Verkehrskonzept steht

Der Ersatzneubau der Hanns-Martin-Schleyer-Brücke erfolgt von Januar 2021 bis Juni 2023. Während der Bauzeit wird der Verkehr über die Vogelsang- und Hafenbahnbrücke umgeleitet. Der Fuß- und Radverkehr kann den Steg von Brühl nach Mettingen nutzen. Die Linie 102 endet während der Arbeiten in Weil.

Visualisierung des Ersatzneubaus
Visualisierung des Ersatzneubaus. Quelle: Leonhardt, Andrä und Partner

Die Stadt Esslingen hat am Dienstag, dem 13. Oktober, im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung umfassend über den anstehenden Ersatzneubau der Hanns-Martin-Schleyer-Brücke informiert. Ein Mitschnitt der Veranstaltung kann unter https://baustellen.esslingen.de/live abgerufen werden. Hier die wichtigsten Informationen in der Zusammenfassung:

Zeitplan
Derzeit sind bereits Vorarbeiten im Gange: EnBW verlegt die dortige Fernwärmetrasse, das Baufeld wird zunehmend geräumt und Stahlfertigteile für die Brücke sind bereits in Produktion. Anfang Januar 2021 wird die Brücke dann für den Verkehr gesperrt und der Rückbau beginnt. Von Mai bis August wird die alte Brücke zersägt und die einzelnen Teile über der Neckar verschifft. Anschließend beginnt der Brückenneubau, der bis Dezember 2022 abgeschlossen werden soll. Im Frühjahr 2023 werden dann noch Anschlussarbeiten durchgeführt. Dazu gehören unter anderem die Installation der Versorgungsleitungen und der Straßenbau. Die Eröffnung der neuen Brücke ist für Juni 2023 geplant.

Verkehrsführung
Während der Bauzeit wird der Verkehr in beiden Richtungen sowohl südlich über die neu sanierte Vogelsangbrücke als auch nördlich über die Hafenbahnbrücke in Stuttgart-Obertürkheim umgeleitet. Auf der westlichen Neckarseite verläuft der normale Umleitungsverkehr über die B 10. Um das Verkehrsaufkommen in der Pliensauvorstadt nicht weiter zu erhöhen, werden lediglich Fahrzeuge, die die B 10 nicht befahren dürfen, durch den Ortsteil geführt. Die Erreichbarkeit von Brühl, den Gewerbebetrieben an der Palmenwaldstraße, des Neckarcenters und des SWE-Parkhauses bleibt durchgehend gewährleistet.

Für den Neubau des Widerlagers der Brücke über die Palmenwaldstraße muss die Zufahrtsrampe auf die B 10 in Richtung Stuttgart und, aus Richtung Plochingen kommend, die Abfahrt von der B 10 voraussichtlich dreimal für jeweils etwa drei Wochen gesperrt werden. Die erste Sperrung erfolgt voraussichtlich im Juli/August 2021. Nähere Informationen hierzu werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Fuß- und Radverkehr
Der Fuß- und Radverkehr kann in Weil die B 10 durch die Unterführung beim Neckarcenter queren und anschließen über der Steg von Brühl nach Mettingen und umgekehrt gelangen.

Der Neckartalradweg bleibt die meiste Zeit über geöffnet. Ein Schutztunnel ermöglicht hier einen sicheren Weg unter der Brücke hindurch. Lediglich bei seltenen, direkt im Bereich des Neckartalradwegs stattfindenden Brückenarbeiten muss der Tunnel gesperrt werden. Die Umleitung für den Fuß- und Radverkehr erfolgt dann über die Siemensstraße und die Obere Wiesen.

ÖPNV
Die Linie 102 endet während der Arbeiten in Weil. Die Haltestellen Palmenwaldstraße, Burgunderstraße und Bahnhof Mettingen werden bis zur Fertigstellung der Brücke nicht angefahren. Stattdessen wird die Linie aus Richtung ZOB voraussichtlich zunächst die Haltestelle Württembergstraße ansteuern und von dort über eine Ersatzhaltestelle im Kreuzungsbereich Weilstraße/Wannenrain bis zur Endhaltestelle Wannenrain fahren. Nach einer Wartezeit fährt der Bus dann über die Haltestellen Gestütsweg und Königsallee wieder in Richtung ZOB.

Fahrgäste aus Brühl können noch bis Mitte 2021 die Brücke über der B 10 zu den Haltestellen Württembergstraße und Königsallee nutzen. Der Weg durch die Unterführung zur geplanten Ersatzhaltestelle im Kreuzungsbereich Weilstraße/Wannenrain bleibt durchgängig geöffnet.

Die neue Brücke
Das Erscheinungsbild der neuen Brücke bleibt weitgehend unverändert. Da der Überbau auch künftig als Balkenbrücke ausgebildet wird, können die bestehenden Pfeiler im Neckar weitergenutzt werden. Helle Farbtöne werden das schlanke Erscheinungsbild der Brücke unterstützen.

Während bislang eine dreispurige Straße über die Brücke führt, wird bei der neuen Brücke abschnittsweise künftig auf eine Spur verzichtet. Die Spurbreiten werden den heutigen Richtlinien entsprechend von 3 auf 3,75 m ausgeweitet und bieten so erhöhte Verkehrssicherheit. Um Rückstauungen möglichst zu vermeiden, gibt es für die Abfahrt auf die B 10 in Richtung Stuttgart eine eigene Abbiegespur. Zusätzlich wird die Verkehrssteuerung der Ampel wird entsprechend angepasst.

Auf der westlichen Brückenseite wird ein kombinierter Rad- und Fußweg mit einer nutzbaren Breite von 3 m eingerichtet. Auch die Fußgängertreppe zur Palmenwaldstraße in Brühl wird auf die westliche Straßenseite verlegt. Auf einen Fußgängerüberweg auf der Brücke, der den Verkehrsfluss beeinträchtigt, kann damit verzichtet werden.