Neckarbrücken

Neckarbrücken

Bereits heute arbeiten wir an der Mobilität der Zukunft. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei der Sanierung und Ertüchtigung der großen Esslinger Neckarbrücken zu. Los geht’s Mitte März mit der grundlegenden Sanierung und Modernisierung der Vogelsang Brücke.

Die Bauarbeiten starten am 18. März unter Wegnahme verschiedener Fahrspuren und Sperrung jeweils einer der seitlichen Rampen. D.h. von derzeit 4 Fahrspuren stehen bis Ende 2020 die meiste Zeit nur 2 Fahrspuren zur Verfügung. Einzelne Fahrbeziehungen entfallen, um die Rampen sanieren zu können.

Helfen Sie mit, Staus zu vermeiden

Brücken- und Straßensanierung Bausteine der zukünftigen Mobilität

Die Sanierung und Ertüchtigung der Vogelsang Brücke für rund 19 Mio € mit einer Förderung in Höhe von 5,9 Mio € durch das Land Ba-Wü ist zudem die Voraussetzung dafür, dass sie anschließend den Mehrverkehr aufnehmen kann. Dieser entsteht auch dadurch, dass die Stadt Esslingen 2021 und 2022 an den Abbruch und Neubau der Hanns-Martin-Schleyer-Brücke in Esslingen-Mettingen geht. Auch für dieses Brückenprojekt baut die Stadt wieder auf eine Landes-Förderung.

Diese dringend notwendige Sanierung wird aber auch eine Herausforderung. Mit einem umfangreichen Paket trägt die Stadt Esslingen selbst dazu bei, während der unumgänglichen Brücken- und Straßensanierung den Verkehrsfluss zu sichern und mit Investitionen in den Ausbau von Fußgänger- und Radwege, einen attraktiven ÖPNV mitsamt einer Taktverdichtung zwischen Zollberg- und Berkheim und eine verbesserte Verkehrssteuerung zu optimieren. Zugleich schafft die Stadt neue Mobilitätsangebote und wirbt mit verschiedenen Angeboten und Ideen für alternative Verkehrsmittel und für Fahrgemeinschaften. Sie ruft zudem Bürgerinnen und Bürgern dazu auf, wo möglich ihren Beitrag zu weniger Verkehr zu leisten.

Weniger Verkehr ist das wirksamste Mittel gegen Stau

Die Instandsetzung und Ertüchtigung der Vogelsang-Brücke ab Mitte März 2019 führt gemeinsam mit der ab April für rund 5 Monate voll gesperrten Zollbergstraße besonders während der Vollsperrung voraussichtlich zu mehr Stau in der Tallage und in der Innenstadt – besonders zu den Stoßzeiten von 7 bis 8.30 Uhr sowie 15.30 bis 18.00 Uhr. Die Stadt Esslingen am Neckar tut alles dafür, den Verkehrsfluss sicher zu stellen und spürbar zu verbessern.

Weniger Verkehr ist dabei das wirksamste Mittel gegen Stau. Deshalb bitten wir Sie um Ihre Mithilfe. Vielleicht können Sie, wenn es Ihnen möglich ist, auf das eigene Auto verzichten und alternative Verkehrsmittel für Strecken innerhalb der Stadt nutzen. Gemeinsam können wir die Auswirkungen des Großprojekts auf den Verkehr so gering wie möglich halten.

Informationen für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern

So können Sie beitragen, die Situation zu verbessern: 

  • Zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule
    Wer in der Nähe der Schule wohnt, könnte zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, könnten die Schüler/innen ein Stück von der Schule entfernt absetzen und das letzte Stück zu Fuß gehen zu lassen. Auch das entzerrt die Verkehrssituation.
  • Bus statt Elterntaxi
    Überlegen Sie, ob Sie statt des eigenen Autos öffentliche Verkehrsmittel nutzen können, um ihr Kind zu Schule zu bringen. Die aktuellen Fahrpläne gibt es im Internet unter www.sve-es.de.
  • Zug als Alternative
    Auch mit der S-Bahn sind innerstädtische Ziele wie weiterführende Schulstandorte oder die Hochschule zu erreichen. Im Esslinger Stadtgebiet gibt es von Esslingen-Zell bis Esslingen-Mettingen vier S-Bahnhöfe. Das ist die schnellste Verbindung durch die Stadt - beispielsweise für Schüler/innen, die aus Mettingen anreisen und zu den beruflichen Schulen sowie Gymnasien in Zell wollen.
  • Fahrgemeinschaften
    Sprechen Sie sich mit anderen Eltern bzw. Mitschüler/innen ab. Fahrgemeinschaften helfen ebenfalls, das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt zu senken.

Informationen für Eltern von Kindergartenkindern

So können Sie beitragen, die Situation zu verbessern:

  • Zu Fuß oder mit dem Fahrrad
    Wenn der Weg vertretbar ist, könnten Sie viel Zeit sparen, wenn Sie Ihr Kind mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Kita bringen.
  • Umstieg auf Bus und Bahn
    Nutzen Sie den Bus, um Ihr Kind in die Kita zu bringen. Der Städtische Verkehrsbetrieb Esslingen SVE hat seinen Fahrplan an die neue Verkehrssituation angepasst. Den aktuellen Fahrplan gibt es im Internet unter www.sve-es.de.
  • Fahrgemeinschaften helfen, das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt und in der Tallage zu senken. Sprechen Sie sich mit anderen Eltern ab, um die Kinder in die Einrichtung zu bringen oder abzuholen.

Hintergrund

An allen drei Brücken, die aus den 60er und 70er Jahren stammen, wurde Spannstahl eingebaut, der - wie die Fachleute sagen - spannungsrisskorrosionsgefährdet ist. Der Beton ist mit Stahl armiert, der gespannt wurde. Dieser Stahl kann korrodieren und ggf. plötzlich reißen. Somit ist die Nutzungsdauer der Brücken eingeschränkt und ein Neubau mittelfristig unumgänglich.

Die Experten für Infrastruktur von Drees & Sommer haben bereits im Sommer 2016 die Ergebnisse unterschiedlicher Voruntersuchungen von beteiligten Fachplanern in der „Studie zu den Neckarbrücken“ zusammengefasst und vorgestellt.

Die weltweit tätigen Brückenspezialisten von Leonhardt, Andrä und Partner (LAP) aus Stuttgart haben anschließend weitere, vertiefende Untersuchungen durchgeführt.

Daraus geht hervor, dass umfangreiche Sofortmaßnahmen und Ertüchtigungsmaßnahmen im Vorfeld erforderlich sind, um die drei Neckarbrücken bis zum jeweiligen Neubau weiter sicher betreiben zu können. Diese Maßnahmen werden bereits 2017 beginnen und währenddessen den Verkehrsfluss teilweise stark beeinträchtigen.

Warum ist es erforderlich in die alten Brücken noch Geld zu investieren, wenn sie ohnehin neu gebaut werden sollen?
Zum einen kann der Neubau nicht zeitnah realisiert werden, da sehr komplexe und aufwendige Planungs- und Genehmigungsvorläufe hiermit verbunden sind und die Brücken – auch im Hinblick auf den Verkehrsfluss - nur nacheinander ersetzt werden können.

Die vorhandenen Bauwerke müssen ertüchtigt werden, damit sie bis zum Abriss verkehrssicher genutzt werden können. Zudem ist der Planungs- und Neubauprozess für die zukünftigen Bauten in die Wege zu leiten.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen des Ingenieurbüros LAP zeigen auf, dass die Vorgehensweise mit zeitlich gestreckten Neubauten auch wirtschaftlicher ist als jetzt unverzüglich neu zu bauen. Somit sind die 2-stelligen Millionenbeträge in die Ertüchtigung der vorhandenen Bauwerke nicht nur gut investiert, sie eröffnen zudem noch ein zeitliches Planungsfenster, um die zukünftigen Verkehrsanlagen an die neuen Mobilitätsansprüche anpassen zu können. Um sich dieses zeitliche Fenster jetzt zu erarbeiten und um die Verkehrssicherheit auf den alten Brücken weiter zu gewährleisten, sind allerdings zeitnah die genannten Ertüchtigungsmaßnahmen umzusetzen.

Informieren Sie sich über die Baumaßnahmen